#009 Latente Unzufriedenheit – Wann ein Jobwechsel hilft und wann er das Problem nur verlagert
Shownotes
In dieser Episode:
- Drei Arten von Mitarbeitenden aus Recruiter-Perspektive – und warum nur eine davon wirklich zählt
- Was latente Unzufriedenheit auslöst: Arbeitsbedingungen, Projektqualität, zwischenmenschliche Faktoren, Karrierestagnation – und wie man damit umgeht, bevor man den Schritt nach außen wagt
- Der entscheidende Unterschied zwischen Unzufriedenheit, die durch einen Wechsel lösbar ist – und einer, die das Außen gar nicht heilen kann
- Was Arbeitgeber tun können, um wirklich attraktiv für erfahrene Fach- und Führungskräfte zu sein – und warum viele Vakanzen schon bei der Positionsdefinition auf Sand gebaut sind
- Warum gute Personalberatung kein Haustürgeschäft ist – und was Riverstate unter nachhaltiger Vermittlung versteht
- Fragen zur Selbstreflexion für Kandidaten und Entscheider am Ende der Folge
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wie die Gaia sich auf Ars stürzen, so stürzten wir Headhunter und rekruter uns auf die Latente unzufriedenen.
00:00:10: Doch was hat es mit dieser Spezius auf sich?
00:00:13: Darum geht's in der heutigen Solo-Folge von Tragweite!
00:00:29: Aus unserer Recruiter Sicht gibt es drei Arten von Mitarbeitenden.
00:00:33: Es gibt einmal die, die total zufrieden sind mit ihrem Arbeitgeber oder ihren Verhältnissen, mit ihrer Rolle, ihrem Job und die ja mit einer großen Freude- und Leistungsbereitschaft sehr erfolgreich ihren täglichen Job machen.
00:00:47: Das sind diejenigen, die keinerlei Stellenanzeigen sich angucken telefonisch oder auf welche Art auch immer in den Kontakt treten wollen und ein Angebot unterbreiten, die dann freundlich abwinken.
00:01:01: Manchmal auch nicht so freundliche aber meistens freundlicher weil sie sind ja happy in dem was Sie tun.
00:01:05: Dann gibt es diejenigen die so dermaßen unzufrieden sind dass sie ihren Tag schon damit starten stellen an zeigen zu durchzuschauen Ihren Lebenslauf in irgendwelche Datenbanken hochzuladen ihr Netzwerk bemühen und die Fühler ausstrecken und lieber heute als morgen den Job wechseln würden.
00:01:25: Teilweise sind das auch die, die ihren Job kündigen und dann aktiv auf die Suche gehen.
00:01:29: kommen Kosten was es wolle.
00:01:31: Diese Zielgruppe ist für uns nur bedingt interessant.
00:01:34: Es kommt halt stark darauf an um was für eine Position es sich handelt.
00:01:38: einerseits oder erstens geht diese Zielgruppen ja die aktiv oder ganz bewusst unzufriedenen.
00:01:46: die gehen ja aktiv auf Unternehmen zu kümmern.
00:01:48: sie selbst sind proaktiv.
00:01:50: Und da ist die Frage, inwiefern wir als Zwischeninstanz-, als Personalberater- und Vermittlerbegleiter gebraucht werden.
00:01:59: Da kommt es eben sehr stark darauf an!
00:02:01: Wenn es sich um eine ja nicht ausgeschriebene Führungsposition handelt oder eine diskrete Position dann macht das natürlich Sinn mit uns zusammen diesen Prozess zu starten.
00:02:12: Beispielsweise stellen sich vor oder Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung.
00:02:16: Sie sind aktuell Führungskraft in einem Unternehmen, möchten aber gerne ganz bewusst wechseln und schauen sich um haben auch den einen oder anderen Wettbewerber im Blick Und da ist natürlich nicht ganz unheikel sich da jetzt aktiv zu bewerben und da kann sich der Schritt über uns lohnen.
00:02:33: wir können diskret Vorräuchten inwiefern Gesprächsinteresse besteht, ob die Eignung tatsächlich gegeben ist.
00:02:40: Ob die Vakanz wirklich gerade noch offen ist oder beziehungsweise auch eine Schattenvarkanz gibt, die eben nicht ausgeschrieben ist.
00:02:48: Das können wir tatsächlich leisten und da einen wertvollen Beitrag leisten.
00:02:55: also wenn es um Nicht-Ausgeschriebene oder Diskrete oder Heiklewechsel geht.
00:03:03: überschaubare oder einfache Wechsel sind, dann ist der direkte Weg zum Unternehmen natürlich der Einfachste und dann sind auch Unternehmen meistens nicht motiviert uns zu beauftragen.
00:03:15: wenn die Bewerber schon auf dem Tisch sitzen warum dann noch Rivers Data hinzuziehen.
00:03:23: Natürlich kann es dann auch Sinn machen, wenn es darum geht den Bewerbungsprozess zu beschleunigen.
00:03:27: Zu vereinfachen und zu verbessern.
00:03:30: aber da haben wir keinen Kandidatenmangel.
00:03:31: Dann haben wir eher ein recruiting Prozess thema wo wir natürlich auch gerne beraten können.
00:03:36: Aber jetzt komme ich zur der eigentlichen und größten Gruppe, das sind die Latent- und Zufriedenen.
00:03:42: Je nachdem welche Zahlenbasis man bemüht schwanken die Zahlen.
00:03:48: oft hört man so etwas wie achtzig Prozent gibt auch Gallup Studio zum Beispiel.
00:03:53: Die Zahl ist aber zweitrangig.
00:03:55: es sind diejenigen die nicht so unzufrieden sind dass sie eben aktiv sich bewerben oder sogar direkt kündigen aber auch nicht so zufrieden sind, dass sie ihren Job gut und gerne machen.
00:04:10: Und sich langfristig in der Firma sehen können.
00:04:14: Von Aus mitachtet kann man die Latentunzufriedenen nicht immer erkennen.
00:04:17: Manchmal ist es offensichtlich.
00:04:19: das sind dann die Nörgler.
00:04:21: Diejenigen, die beim Gespräch an der Kaffeemaschine über zu viel Arbeit klagen.
00:04:29: Über nervige Kunden, langweilige Projekte oder das Verhalten der Vorgesetzten.
00:04:34: wie auch immer.
00:04:36: Es gibt aber auch die stillen Latentunzufriedenen, die sich in Tagträumen verlieren.
00:04:41: Die morgens mit Bauchschmetzen zur Arbeit gehen oder abends nicht abschalten können weil sie sich wieder geärgert haben.
00:04:50: also man kann das nicht immer von außen erkennen.
00:04:52: Fakt ist es gibt diese Gruppe derer offen sind für Angebote, aber sich nicht aktiv bemühen.
00:04:59: Und das ist genau die Zielgruppe, die wir ganz besonders adressieren weil dass der Bewerbermarkt ist, der für ein normales Unternehmen ansonsten nicht verfügbar ist.
00:05:10: Man kann die besten Stellen an Zeigen der Welt schreiben oder veröffentlichen, wenn sie nicht gelesen werden oder wenn die adressierte Zielgruppe keine Zeit oder keine finale Motivation hat sich darauf zu bewerben dann wird das auch so keinen Bewerbungseingang führen.
00:05:25: So und was wir dann machen ist, wir identifizieren die Leute Wir rufen Sie an, wir schreiben Sie an Wir sprechen Sie an und kommen erst mal ins Gespräch und stellen einen möglichen Wechsel in Aussicht und skizzieren ein möglicherweise attraktives Jobangebot, was die eigene persönliche Situation verbessert.
00:05:46: Und jeder und jede, die ein solches Gesprächs-Angebot annehmen sind entweder per se neugierig oder latent unzufrieden.
00:05:55: Dann wird es spannend weil dann ist es unsere Aufgabe im gemeinsamen Gespräch im Interviewprozess heraus zu finden wo denn diese Latente Unzufriedenheit herkommt, weil da gibt es zwei Möglichkeiten.
00:06:07: Entweder die Latente Unsufriedenkeit hat handfeste Gründe also mehr oder weniger objektive Faktoren, die sich tatsächlich verändern können.
00:06:18: das können beispielsweise Faktore der Arbeitsbedingungen sein.
00:06:21: ja Fahrtweg Bürobedingungen, Arbeitszeiten und Ausstattung.
00:06:26: Hat man einen Höhenverstellbaren Schreibtisch?
00:06:28: Oder wünscht man sich den?
00:06:30: Hat man Kernarbeitszeit oder kann man die Flexibil gestalten?
00:06:33: hat man Homeoffice oder Büroanwesenheitspflicht?
00:06:36: muss man viel reisen, hat man Firmwagen, hat eine Bahnkarte?
00:06:43: Ja das wären jetzt so typische Arbeitsbedingungs Themen.
00:06:47: Das sind natürlich aber auch Punkte die man mit dem aktuellen Arbeitgeber klären kann.
00:06:51: deswegen an der Stelle auch eine Randnotiz Wenn man derartige Unzufriedenheit bei sich feststellt, wäre die erste Tipp aus meiner Sicht immer erstmal ansprechen in den aktuellen Bedingungen, in denen man sich befindet.
00:07:04: Oft kann man da auch was ändern und warum sollte man dann den Job wechseln wenn man die Unzufredenheit einfach mit einem Gespräch oder ein paar Gesprächen auch in den bestehenden Verhältnissen ändern kann?
00:07:15: Also das mal als kleine Randbemerkung!
00:07:18: Manchmal kann man es aber auch nicht ändern.
00:07:19: Also zum Beispiel, wenn man familiär gebunden ist oder ein Eigenheim hat und man hat einen Fahrtweg von hundert Kilometern dann kann der Arbeitgeber bei einer Beruf Anwesenheitspflicht nicht viel machen außer einem neuen Standort eröffnen was aber wiederum unwahrscheinlich ist.
00:07:34: Oder man würde halt das Arbeitsmodell komplett ändern in ein Hybrid- oder Remote-Modell was aber nicht zu jedem Job passt.
00:07:40: Es gibt auch manchmal Bedingungen die können der Arbeit Geber beim besten Willen nicht ändern Und dann würde durch einen Wechsel ganz objektiv eine Verbesserung eintreten.
00:07:48: Es gibt natürlich noch andere Bereiche, wo es uns zu Friedenheiten geben kann beispielsweise die Projektanforderungen bzw.
00:07:56: die Projektqualität.
00:07:58: ja wenn man in einem, ich sage jetzt mal Architekturbüro arbeitet was sich auf einen Teil Familienhäuser spezialisiert hat dann ist das nicht ohne weiteres zu ändern.
00:08:11: Natürlich kann man auch da mitwirken dass wenn man sagt Ich würde aber eigentlich gerne In den Schulbau oder in Schwimmbäderbau.
00:08:18: Oder vielleicht merkt man auch eigentlich würde ich gerne lieber in den Brückenbau, wieso habe ich mich jetzt auf den klassischen Hochbau fokussiert?
00:08:25: wie auch immer das heißt man kann da Unzufriedenheiten merken die jetzt auch der Firma für die man arbeitet nicht ohne weiteres anpassen kann und da kann natürlich auch ein Wechsel eine Verbesserung mit sich bringen.
00:08:41: Nicht selten sind es auch zwischenmenschliche Faktoren, die eine Rolle spielen.
00:08:45: Ja man kommt mit den Kollegen nicht so gut klar mit den Vorgesetzten gesetzten oder das kommt ist eigentlich im Grunde genommen hier archieunabhängig.
00:08:54: ich habe auch schon mit einigen Geschäftsführungen gesprochen, die gesagt haben Die Gesellschaften fuschen mir zu viel rein und machen ihr Vorgaben.
00:09:03: Das ist das Grenz schon hart an Micromanagement.
00:09:06: Oder die strategische Ausrichtung ist unterschiedlich.
00:09:10: Man sieht da keine gemeinsame Zukunft oder man empfindet zu wenig Gegenwind, oder es gibt ein Führungsteam das dysfunktional ist.
00:09:18: Das sind alles Gründe.
00:09:19: also auf jedem Level können es zwischenmenschliche Faktoren geben, die mehr oder weniger objektivierbar bzw begründet zur Unzufriedenheit führen.
00:09:32: Dann kann es natürlich auch... Daran liegen, dass man für die eigene Karriere kein weiteres Fortkommen sieht.
00:09:38: Es gibt ja den bekannten Unterschied zwischen der Fach- und Erführungskarriere.
00:09:41: Fachlich kann es eben sein, dass an die Grenze der Erfahrung gestoßen ist.
00:09:47: Ja, es gibt einfach jetzt gerade keine größeren Projekte oder es gibt jetzt einfach keine fachlichere neuen Herausforderungen in dem Maße, den man sich wünscht.
00:09:56: Und da macht ein Wechsel dann am meisten Sinn.
00:10:02: Hierarchisch, auch da gibt es immer die Möglichkeit entweder man spricht das an und sagt ich möchte gerne mehr Verantwortung übernehmen.
00:10:09: Und dass aktuelle Unternehmen gibt es her.
00:10:12: Es gibt dann eben eine nächste Führungsebene wo man mit Personalverantwortungen oder weiterer organisatorischer Verantwortung wachsen kann.
00:10:20: oder eben aber auch nicht selten bewerben sich bzw.
00:10:25: bewerben sich Kandidaten bei uns oder äußern im Gespräch in der Direktansprache, dass sie nicht weiterkommen.
00:10:32: und das gibt es auf jeder Ebene.
00:10:34: Es gibt auch beispielsweise stellvertretende Geschäftsführer die sagen ja gut unser Chef ist jetzt, was weiß ich, zweinfünfzig und hat keinerlei Anzeichen, dass er da jetzt seinen Posten räumen wird Und da wird jetzt nicht viel passieren in den nächsten fünfzehn Jahren.
00:10:52: So und das sind natürlich dann auch Momente, wo man auch wenn man ein gutes Verhältnis hat überlegen kann ob man nicht durch einen Wechsel sich verbessern würde.
00:10:59: Das sind Anführungszeichen objektiv objektiverbare Faktoren die man ja die man verändern kann.
00:11:08: Und wenn man dann im gemeinsamen Gespräch auch feststellt Ja Wenn das gegeben wäre Dann wäre ich tatsächlich zufriedener dann macht ein Wechsel durchaus Sinn und sollte ernsthaft in Erwägung gezogen und im Rahmen eines Bewerbungsprozesses auch ausprobiert werden.
00:11:24: Dann gibt es aber eine andere Art der Unzufriedenheit, das ist ein ganz wichtiger Punkt den wir schon im Interviewprozess und auch spätestens im Bewerbungprozess genau beleuchten.
00:11:36: Es gibt auch eine Unzufredenheit die kommt nicht von außen sondern die kommen vom Innen.
00:11:40: Das heißt man ist nicht mit konkret bestimmten Faktoren unzufriedet Mit allem oder mit sich selbst, oder mit dem Leben im Großen und Ganzen.
00:11:49: Das ist nicht immer einfach zu erkennen aber es gibt Indikatoren.
00:11:54: Es gibt beispielsweise Fälle in denen Kandidatinnen und Kandidaten davon berichten dass sie bei ihren letzten sieben Jobwechseln in den letzten fünf Jahren immer wieder in einem schlechten Team waren oder langweilige Projekte hatten oder nervige Kunden, Vorgesetzte und Kollegen mit denen man einfach nicht zusammenarbeiten konnte.
00:12:18: Wenn sich da so Muster durchziehen also wenn sich zwei drei Mal der gleiche Wechselgrund die gleichen Motivationen oder die gleiche Unzufriedenheit helfen dann lohnt ein Blick ob es tatsächlich im Außenlag oder ob es nicht an der eigenen Art Dinge wahrzunehmen, Dinge oder sich zu verhalten.
00:12:36: Die eigene Art Verantwortung zu übernehmen oder auch Nichts übernehmen, ob ist nicht viel mehr daran lag und da wird dann natürlich eine gute Interviewgesprächsführung je nachdem auch Hintergrundchecks also Referenzen einholen
00:12:49: usw.,
00:12:50: kann einen Sinn machen um dann wirklich herauszufinden woran lag es denn in der Vergangenheit?
00:12:55: Und wichtig ist es immer zu erfragen, was sich denn die Erwartungshaltung ist an einen Wechsel.
00:13:02: Was sich dann wirklich verändern soll und woran man denn dann erkennt ob diese Unzufriedenheit sich auflöst?
00:13:10: Und das ist natürlich viel Fingerspitzengefühl auch gefragt im Interview aber ein ganz wichtiger Aspekt um sowohl für das Unternehmen als auch Kandidaten oder die Kandidatin zu verhindern, dass man da vom Regen in die Traufe kommt.
00:13:27: Weil damit ist niemandem gedient.
00:13:30: Das schafft nur Fälle, die sie wahrscheinlich auch schon kennen aus eigener Erfahrung oder vom Hörn sagen ja das man dann nach einem Wechsel nach drei Monaten feststellt.
00:13:38: ne es passt doch nicht.
00:13:40: Man ist unzufrieden oder man performt nicht oder wie auch immer und ist auch im Endeffekt nicht im Interesse von Kandidaten.
00:13:48: Eine weitere Station mit sechs Monaten Dauer macht auch an die zukünftige Karriereentwicklung nicht einfacher, sondern eher schwieriger und in solchen Fällen empfiehlt es sich dann eher, sich wirklich in der Tiefe Coaching beraten oder gegebenenfalls therapieren zu lassen um den ja um an der eigenen tiefsitzenden Unzufriedenheit zu arbeiten, bevor man eine Veränderung im Außen anstrebt.
00:14:18: Wenn Sie sich jetzt selber in der Kandidatenrolle sehen über ein Wechselnachdenken oder ja in einem vielleicht sogar schon Bewerbungsprozess befinden empfehle ich Ihnen Stellen Sie sich die Frage ganz konkret, welche Bedingungen diese jetzt gerade in Ihrem aktuellen oder in Iherem letzten Arbeitsfeldnis hatten.
00:14:41: Haben sie wirklich frustriert und wie würden sich diese Veränderung durch einen Wechsel tatsächlich ja?
00:14:49: Wie würde sich diese Faktoren durch ein Wechsel verändern?
00:14:51: Und wie fühlt sich das an wenn man da mal auch so gedanklich sich wirklich rein denkt?
00:14:56: Wie fühlt es sich dann an sind dann ist dann die Unzufriedenheit gelöst oder bleibt da immer noch ein komisches Gefühl und eine gewisse Maße, eine Lehre, wo man sich gar nicht genau erklären kann.
00:15:10: Wenn das der Fall ist, dann würde ich eher darüber nachdenken ob man sich in der Tiefe nochmal Coaching lässt oder vielleicht auch mal einen Therapieangebot in Anspruch nimmt um dazu zu schauen.
00:15:22: was ist denn damit der inneren Lehre los?
00:15:24: Wenn Sie jetzt in der Entscheideperspektive sind, in der Arbeitgeberrolle und Auswahlgespräche führen bzw.
00:15:32: eine Position zu besetzen haben, dann möchte ich Ihnen die folgenden Ideen oder Fragen mit auf den Weg geben.
00:15:40: Angefangen schon bei der Stellen-Ausschreibung oder bei der Vakanz-Definition gerade wenn sie auf erfahrene Fach- oder Führungskräfte zielen empfiehlt sich die Frage, wenn wir jemanden aus dem Markt, aus dem Wettbewerb abwerben wollen.
00:15:56: Was können wir denn bieten was der aktuelle Arbeitgeber nicht zu bieten hat?
00:16:02: Also gibt es wirklich objektive Verbesserungen?
00:16:06: Wenn nein dann gibt es eigentlich nur die Möglichkeit eben die Gruppe der Latentunzufriedenen zu bekommen Die immer unzufrieden sind weil sie nämlich gar keine Verbesserung spüren Dann ist im Grunde genommen diese Personal suche schon von Anfang an auf Sand gebaut.
00:16:23: Das heißt, stellen Sie sich die Frage mit welchen Argumenten kann man denn erfahrene Leute wirklich überzeugen und wie kann man denen wirklich eine Verbesserung bescheren?
00:16:35: Damit fängt es schon an!
00:16:36: Wenn man dann im Bewerbungsprozess ist Dann empfiehlt es sich, im Gespräch genau hinzugucken und auch zu erfragen oder zu besprechen in welche Faktoren sich durch einen Wechsel wirklich verbessern würden.
00:16:52: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von meinem Arbeitgeber Riverstate.
00:16:57: Wir bei Riverstate sind eine Personalberatung mit über vierzig Kolleginnen in ganz Deutschland und auch in Polen Seit über zehn Jahren fokussiert auf die Vermittlung von Fach- und Führungskräften in Bau, Handwerk und Infrastruktur.
00:17:11: Besuchen Sie uns gerne auf RiverState.de.
00:17:17: Ich fasse zusammen was sind also jetzt die wichtigsten Erkenntnisse?
00:17:21: wenn sie Arbeitgeber sind und wichtige Positionen nicht besetzen können, weil ihre Stellenanzeigen einfach zu wenig gute Bewerber auf ihren Schreibtisch spülen.
00:17:33: Dann macht es Sinn sich über die Zielgruppe der latent unzufriedenen Gedanken zu machen.
00:17:38: Das sind eben diejenigen, die sich nicht aktiv bewerben, die aber offen für Angebote sind.
00:17:42: Diese Zielgruppen wird durch Headhunter und Personalberater wie uns angesprochen.
00:17:47: auf verschiedensten Wegen und im Rahmen von mehreren Gesprächen wird dann herausgefunden inwiefern es Unzufriedenheiten gibt, die durch einen Wechsel zu ihnen behoben werden könnten.
00:18:03: Damit aber niemand vom Regen in die Traufe kommt und damit sie als Arbeitgeber niemandem einstellen, der oder die nach drei Monaten oder nach zehn Monaten das Handtuch wirft.
00:18:12: Oder bei dem Sie denken, dass passt ja gar nicht, die Performance stimmt nicht oder die Motivation ist nicht hoch genug um das zu verhindern oder um es deutlich zu reduzieren dieses Risiko achten wir im Interview- und Bewerbungsprozess in Gesprächen und auch unterschiedlichen zusätzlichen Maßnahmen darauf, dass wir die von innen Unzufriedenen herausfiltern.
00:18:40: Und dafür sorgen das nur diejenigen zu ihnen wechseln, die sich wirklich durch diesen Wechsel persönlich verbessern.
00:18:49: Um herauszufinden wo die Unzufredenheit letztlich herkommt, lohnt sich eine Analyse der Faktoren gerade stören und auch ein Blick in die Vergangenheit, in die letzten Karrierestationen, die man hatte.
00:19:03: Was waren da die Unzufriedenheiten?
00:19:05: Was waren dort die Störfaktoren?
00:19:07: Und wenn sich da Muster herausbilden oder wenn sich dann ein komisches Gefühl einschleicht, wenn man darüber spricht oder wenn man dazuhört, dann liegt die Wahrscheinlichkeit nahe dass die Unsufriedenheit weniger mit dem Außen als mit dem Innen zu tun hat.
00:19:21: Und dann kann es eben sinnvoller sein, sich da erstmal in der Tiefe coachen oder vielleicht sogar therapieren zu lassen.
00:19:28: Bevor man einen Wechsel im Außen anstrebt, der wiederum auch Schäden hervorrufen kann und mehr Nachteile als Vorteile mit sich
00:19:39: bringt.".
00:19:41: Mir ist da an dieser Stelle ganz wichtig zu sagen, auch um unseren Beruf sage ich jetzt mal zu erläutern.
00:19:48: Wir vermitteln nicht nur Kontakte sondern wir beraten auch alle Beteiligten hinsichtlich der Sinnhaftigkeit eines möglichen Wechsels einer möglichen Zusammenarbeit weil wir daran interessiert sind natürlich langfristige Beschäftigungsverhältnisse herbeizuführen Und ich sage immer gerne, wir machen ja hier kein Haustürgeschäft.
00:20:11: Also deswegen ist es so wichtig beide Seiten sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Kandidaten oder Bewerbeseite so gut kennenzulernen um wirklich herausfinden zu können dass die Motive und die Bedürfnisse auf beiden Seiten so gut zueinander passen das daraus eine langjährige Arbeitsbeziehung werden kann.
00:20:33: Ich hoffe sie konnten aus der heutigen Folge etwas für sich mitnehmen und freue mich wie immer Feedback und Likes.
00:20:40: Und wenn Sie das nächste Mal wieder mit dabei sind, bis dahin!
00:20:43: Tschüss.
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